Methodik
Diese Seite erklärt, wie „Did I beat my ETF?" die Vergleichsrechnung durchführt, welche Datenquellen genutzt werden und wo die Grenzen der Analyse liegen.
1. Was wird verglichen?
Das eigene Trade-Republic-Portfolio (aus dem CSV-Export) wird einem hypothetischen MSCI-World-ETF gegenübergestellt. Dieser Benchmark-ETF hätte zum jeweils gleichen Zeitpunkt mit denselben investierten Beträgen gekauft werden müssen — Euro für Euro, Transaktion für Transaktion.
Der Vergleich ist damit kein pauschales „Was wäre gewesen, wenn ich alles auf einmal investiert hätte", sondern bildet die reale Cashflow-Sequenz nach.
2. Wie wird der MSCI-World-Mirror berechnet?
Für jeden Kauf im Portfolio wird ein gleichwertiger fiktiver Kauf im MSCI-World-Benchmark erzeugt. Die Berechnungslogik im Einzelnen:
- Gleiche Cashflows: Jede Investition (Betrag und Datum) aus dem Portfolio spiegelt sich 1:1 im Benchmark wider.
- Historische Kursdaten: Tägliche Schlusskurse des MSCI-World-ETFs (z. B. IWDA) werden über Yahoo Finance geladen. Der Einstiegskurs am Kaufdatum bestimmt, wie viele fiktive Anteile erworben werden.
- Wertentwicklung: Der aktuelle Wert des Mirrors ergibt sich aus der Anzahl der fiktiven Anteile multipliziert mit dem aktuellen Kurs.
Das Ergebnis ist ein direkter Vergleich: Hätte die gleiche Geldsumme, zum gleichen Zeitpunkt in den MSCI World geflossen, mehr oder weniger erbracht?
3. Welche Datenquellen werden genutzt?
- Yahoo Finance — historische Tages-Schlusskurse aller Positionen sowie des MSCI-World-ETFs. Die Anfragen laufen über einen serverseitigen Cloudflare-Proxy; übertragen werden ausschließlich Ticker-Symbole und Datumsbereiche, kein CSV-Inhalt.
- Frankfurter API (ECB) — historische und aktuelle Wechselkurse für Positionen in Fremdwährung. Auch hier werden nur Währungspaare übertragen.
Datenschutz-Hinweis: Die hochgeladene CSV verlässt den Browser zu keinem Zeitpunkt. Depot-Positionen, Beträge und persönliche Daten werden nicht übertragen. Weitere Details in der Datenschutzerklärung.
4. Was wird nicht berücksichtigt?
Das Ergebnis ist eine theoretische, steuerfreie Bruttobetrachtung. Folgendes bleibt außen vor:
- Steuern: Kapitalertragsteuer, Abgeltungsteuer und Kirchensteuer werden weder für das Portfolio noch für den Benchmark abgezogen.
- Transaktionskosten: Spreads, Order-Gebühren und sonstige Broker-Kosten des eigenen Portfolios sind nicht eingerechnet.
- ETF-Verwaltungsgebühren (TER): Die laufenden Kosten des Benchmark-ETFs werden nicht vom Kurs abgezogen — der Vergleich nutzt den realen Marktpreis des ETFs, in dem die TER bereits enthalten ist.
- Individuelle Broker-Konditionen: Zinsen auf unverzinstes Bargeld, Wertpapierleihe-Erträge oder andere plattformspezifische Vorteile werden nicht berücksichtigt.
5. Wie werden Dividenden behandelt?
Dividenden aus dem Portfolio fließen — sofern sie im Trade-Republic-CSV als Transaktion enthalten sind — in die Portfolio-Performance ein.
Der MSCI-World-Mirror simuliert thesaurierende Reinvestition: Ausschüttungen des Benchmark-ETFs werden rechnerisch sofort reinvestiert. Damit ist der Vergleich mit einem thesaurierenden ETF (z. B. IWDA) am fairsten.
6. Warum keine Anlageberatung?
„Did I beat my ETF?" wertet ausschließlich historische Daten aus. Vergangene Performance ist kein Indikator für künftige Entwicklung. Das Tool gibt weder Kauf- noch Verkaufsempfehlungen und stellt keine Finanzanalyse im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar.
Die Ergebnisse dienen der persönlichen Reflexion und Neugier — nicht als Grundlage für Anlageentscheidungen.